Digests 12.07.2018

Rechtliche Grundlagen für autonomes Fahren

geschrieben von tk, jb

Zulassungsrecht
Neufahrzeuge müssen geprüft werden, bevor sie für den Straßenverkehr zugelassen werden. Hierfür sind insbesondere die Regeln der ECE (Economic Commission for Europe) relevant.
Die ECE legt internationale Standards und Normen für technologische Entwicklungen (z.B. im Bereich „Autonomes Fahren“) fest.
In Deutschland können aktuell mit Fahrassistenzsystemen ausgestattete Fahrzeuge zugelassen werden, sofern diese Systeme
• die ECE-Regeln erfüllen
• jederzeit vom Führer des Fahrzeugs übersteuert oder ausgeschaltet werden können.
Durch die Bindung an die ECE-Regeln werden in der Theorie alle Formen autonomen Fahrens möglich. Zudem gelten diese Regeln europaweit, was eine internationale Einheitlichkeit ermöglicht.


Anforderungen an den Fahrer
Der Führer eines Fahrzeugs muss sein Fahrzeug jederzeit
• beherrschen
• alle Fahrbewegungen ausführen können
• unter Berücksichtigung der Umstände führen
• vor jedem Hindernis zum Anhalten bringen können.
Im gesetzlichen Kontext ist, wenn vom „Führer“ bzw. „Fahrer“ des Fahrzeugs die Rede ist, nur ein Mensch gemeint – nicht ein Computersystem.
Deshalb sind Vollautonome Systeme, die das Fahrzeug ohne Überwachung eines Menschen steuern, in Europa nicht zulässig.
Autonomes Fahren bedeutet heute, dass eine Überwachung durch einen Menschen erforderlich ist, der jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen können muss.
Ein Antrag zur Anerkennung von Vollautomatischen Systemen liegt bereits vor; sollte dieser wirksam werden, dann würde der Fahrer von einigen Anforderungen befreit werden und dürfte sogar Nebenaktivitäten ausführen.

Push für die Public Cloud: Strategische Partnerschaft von T-Systems und Microsoft

geschrieben von nc, as, pt

T-System und Microsoft gehen eine strategische Partnerschaft ein, mit dem Ziel Public Cloud Services auf vier Feldern voranzutreiben: SAP-Anwendungen, Managed Services auf Microsoft Azure und Microsoft 365, digitale Lösungen mit künstlicher Intelligenz und Mixed Reality sowie Internet of Things (IoT). Microsoft bietet mit Azure eine global skalierbare und vertrauenswürdige Cloud-Infrastruktur. Diese soll in Zusammenarbeit mit T-Systems genutzt werden, welches langjährige Erfahrung hat und eine erstklassige Konnektivität über die Plattform der Deutschen Telekom bietet.
Der Fokus der Zusammenarbeit liegt dabei vorerst auf dem Bereich IoT. T-Systems bietet auf seiner Cloud-Plattform "Cloud of Things – built on Microsoft Azure" vorgefertigte IoT-Services an (IoT-as-a-Service). Die offene und modulare Architektur welche auf Microsoft Azure IoT-Diensten basiert, gewährleistet hohe Flexibilität für Kunden und ermöglicht außerdem die Integration zusätzlicher Dienste, wodurch es Unternehmen ermöglicht wird komplette End-to-End Lösungen aufzubauen.
Microsoft hat bereits 50 Azure-Regionen weltweit angekündigt um Geschäftskunden eine globale Abdeckung zu bieten und möchte mit dem Ausbau von Azure die Bedürfnisse und Anforderungen weltweit führender Organisationen erfüllen. Unternehmen verlagern immer mehr Anwendungen und Daten in die Cloud, um Skaleneffekte, Effizient und geringe Kosten zu nutzen. T-Systems unterstützt solche Unternehmen mit Plattformen und Anwendungen aus der Cloud, damit diese sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren können.

Virtuelle Realität im Marketing

geschrieben von oe, fj, al

Virtual Reality setzt sich momentan zunehmen auf dem Massenmarkt durch. Schon mit simplen Papphalterungen und gängigen Smartphones lässt sich ein einfaches VR-Erlebnis erzeugen. So ist es nicht erstaunlich, dass 30% der deutschen Unternehmen planen, Virtual Reality im Bereich des Marketings einzusetzen. Zwar fehlen momentane noch überzeugenden Inhalte für VR-Brillen und die Anschaffung einer qualitativen VR-Brille ist recht teuer, dennoch spekulieren viele Unternehmen auf einen wachsenden Markt und fallende Preise. Experten sagen, dass 2025 schätzungsweise 500 Million VR-Headsets genutzt werden.
Der Einsatz von VR im Bereich des Marketings verspricht Unternehmen viele Vorteile. Die sogenannte Immersion, das Eintauchen in eine andere Welt, verspricht Erfahrungen, die gegenüber anderen Medien viel besser im Gedächtnis verankert bleiben. Das Markenerlebnis von Kunden oder Interessenten lässt sich über VR genau steuern. Darüber hinaus kann mit VR eine offene und technikaffine Zielgruppe angesprochen werden und es kann eine hohe Aufmerksamkeit, vor allem in sozialen Medien, erreicht werden.
So gründeten beispielsweise die vereinten Nationen eine Abteilung für VR, mit dem Ziel, Menschen die Situation in Krisengebieten darzustellen. Große Konzerne wie General Electric ermöglichen über VR-Brillen einen Einblick in ihre Produktion und bekannte Autoherstellerbieten virtuelle Probefahrten an.
Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich VR zu einem Massenmedium entwickeln wird, das die bestehenden Medien ergänzen wird. Für Unternehmen bedeutet dies, dass der Marketing- und Media-Mix um Virtual Reality weiterentwickelt werden muss.