Digests 24.05.2018

Vier Unternehmen die auf Cloud Gaming wetten

geschrieben von as, pt

Die Idee, Videospiele in einem cloudbasierten Dienst zu spielen, wurde in den frühen 2000er Jahren geboren, aber frühe Innovatoren hatten mit Bandbreitenbeschränkungen zu kämpfen. Die Grundidee bestand immer darin, ein Spiel remote zu hosten und das Gameplay über ein hochauflösendes Video zurück zum Player zu streamen. Das war leichter gesagt als getan, da jede Verschlechterung der Internetverbindung eines Benutzers zu einer starken Verzögerung führen würde. Trotz dieser Herausforderungen könnte der globale Cloud-Gaming-Markt von 2016 bis 2022 von 649 Millionen auf 3,25 Milliarden US-Dollar wachsen.


Sony:
Letztes Jahr hat Sony den Schwerpunkt von PS Now eingegrenzt und den Service für alle Plattformen mit Ausnahme der PS4- und Windows-PCs eingestellt. Sie bietet derzeit über 600 PS3- und PS4-Spiele für diese beiden Plattformen und ist damit die größte GaaS-Plattform der Welt.
NVIDIA:
Die Bewegungen von NVIDIA entsprechen genau denen von Sony. Mit dem Game Stream-Dienst, können Spieler PC-Spiele von einem mit Geforce ausgestatteten PC auf ihre Shield-Gaming-Tablets und Set-Top-Boxen streamen.
Microsoft:
Microsoft hat sich beim lokalen Streaming von Spielen bemüht, indem Xbox One-Besitzer ihre Spiele auf Windows-PCs streamen. Es bietet auch den Xbox Game Pass, einen Abonnement-Service, mit dem Spieler eine Auswahl von Spielen auf ihre Konsolen herunterladen (nicht streamen) können.
Hewlett-Packard:
Der PC-Hersteller hat kürzlich den Omen Game Stream vorgestellt. Omen Game Stream nutzt die Streaming-Technologie mit niedriger Latenz, um High-End-Spiele auf weniger leistungsstarke PCs zu steramen. Der Service ist für Omen-Besitzer kostenlos - was dazu beitragen könnte, dass HP bei PC-Lieferungen immer eine Nasenlänge voraus ist.


Cloud Gaming ist immer noch eine junge Industrie, die sich auf technologische Verbesserungen und eine weitverbreitete Veränderung der Spielgewohnheiten verlassen wird. Aber wenn es erfolgreich ist, könnte es physische Spiele, digitale Downloads, Konsolen und High-End-Gaming-PCs überflüssig machen, wenn Spieler ihre Spiele streamen, anstatt sie zu kaufen.

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

geschrieben von nc, jt, jv

Technologische Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte haben eine Überarbeitung der Datenschutzrichtlinie aus dem Jahr 1995 unumgänglich gemacht. Die neue Verordnung birgt weniger Spielraum für nationale Alleingänge und beschäftigt sich sowohl mit Big Data, Industrie 4.0, Robotik als auch künstlicher Intelligenz.

Ziel der ab dem 25. Mai 2018 verbindlichen Datenschutz-Grundverordnung der EU ist, den Umgang mit Daten europaweit einheitlich zu regeln. Sie enthält Vorschriften, um natürliche Personen im Rahmen Ihrer Grundrechte und Grundfreiheiten bei der Verarbeitung personenbezogener Daten zu schützen. Geeignete technische und organisatorische Maßnahmen müssen getroffen werden, um Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten. Andernfalls drohen hohe Bußgelder.

Fernbehandlung in Baden-Württemberg

geschrieben von fz

Seit dem 16. April ist es als Patient möglich sich in den Regionen Stuttgart und Tuttlingen telemedizinisch behandeln zu lassen.


Hierbei wendet man sich als Patient via App, Website oder Telefon an ein Callcenter. Die dort angestellten medizinischen Fachangestellten leitet dann den Patienten je nach Dringlichkeit entweder an einen der 30 verfügbaren Teleärzte weiter oder schalten im Notfall die Rettungsstelle ein.


Sieht der Arzt eine Notwendigkeit für einen persönlichen Besuch, stehen dem Patienten 20 „patientennahe erreichbare Praxen“ zur Verfügung. Anderenfalls gibt der Telearzt eine Behandlungsempfehlung.


Dass diese Art von Untersuchung – im Vergleich zu vielen anderen Ländern – in Deutschland grade erst Fuß fasst, ist vor allem dem Umstand zu Schulden, dass in den Berufsordnungen der Landes-/Bundesärztekammer(n) ein explizites Fernbehandlungsverbot festgeschrieben ist, welches erst gelockert werden musste.


Da dieses Projekt natürlich hochsensible Daten und hohe Verantwortung beinhaltet, sieht sich die Kassenärztliche Vereinigung in ihrer Pflicht, weil sie durch ihre Hochsicherheitsrechenzentren die Datensicherheit gewährleisten kann und im Gegensatz zu Drittanbietern sowohl über die richtige Ausbildung als auch über kein kommerzielles Interesse verfügt.